Milky way over ngorongoro crater

Astrofotografie

Sternenfotografie drängt sich fast auf, wenn das Tageslicht weg ist. Allerdings ist es auch eine Überwindung zu nachtschlafender Zeit Orte aufzusuchen, an denen Lichtverschmutzung nicht 99% des Nachthimmels verbirgt. Ich bin kein Astronom, es überwiegt das fotografische Interesse. 2016 habe ich mir ein Celestron NexStar SLT 60 gekauft.  Man visiert drei helle Sterne an und schon kann der Computer alle Sterne und Deep Sky Objekte automatisch anfahren (azimutal – GoTo). Kann es auch – aber – mit der Einstellung kann man keine vernünftigen Langzeitaufnahmen machen. Dazu muss das Teil äquatorial eingerichtet werden, wozu es meiner Meinung nach nicht taugt. Wenn mir jemand widerspricht (es soll nämlich möglich sein – nur scheitere ich) und es mir vorführen kann, bitte, ich wäre sehr dankbar. Also habe ich mich auf normales Equipment mit einer „Reisemontierung“ (iOptron Skytracker Pro) verlegt. Und das funktioniert richtig gut. Dann noch gelernt, wie man Serien mit DeepSkyStacker auswertet, schon kann ich Bilder mit 35mm, 85mm und 200mm vorweisen, auf denen Dinge zu sehen sind, die weder das Auge noch der Feldstecher zu ahnen wagen. Mit etwas Glück lässt sich sogar das EF 500/4.0 austarieren, klappt aber nicht immer. Unten einige Aufnahmen aus Brandenburg, Südtirol, von der Ostsee und Teneriffa. OK, Andromeda ist jetzt vielleicht etwas häufig dabei, aber das ist nun mal unsere Nachbargalaxie.

Im Sommer 2023 habe ich sogar die Reisemontierung eingespart und mit der Canon R5 und 35mm/1,8 einfach nur viele kurze Belichtungen gemacht. Und der Zufall hat mir eine besondere Aufnahme beschert: Auf Bild 98 von 99 tritt ein Meteor in die Atmosphäre ein, auf Bild 99 explodiert er praktisch. Ich habe hier nur die letzten 5 Aufnahmen optimiert und gestackt, von 130 mp auf 4K reduziert (siehe unten).

Meteor über Teneriffa
Meteor über Teneriffa

Und die Reduktion der Gerätschaften ist noch weiter möglich: Mein Pixel7 Pro macht eine Nachführung entbehrlich. Am Rand des Ngorongoro Kraters belichtet das Smartphone für 5 Minuten und erstellt ein Bild (s. o.)  sowie ein kurzes Filmchen.